Die Lebensmitte – Wie Sie diese kraftvolle Phase für Neuorientierung und inneres Wachstum nutzen können.

Die Lebensmitte ist eine besondere und kraftvolle Phase in unserem Leben. Sie ist eine Zeit, in der spannende Sinnfragen lauter werden, alte Wege nicht mehr passen und neue Perspektiven entwickelt werden können. Diese Lebensphase eröffnet uns die Chance, unser Leben bewusster und erfüllter zu gestalten.

Die Lebensmitte – Blog

Warum die Lebensmitte zu meiner beruflichen Berufung wurde.

Herzlich willkommen auf meiner Website und zu meinem ersten Blog-Beitrag. Ich möchte diesen Beitrag dafür nutzen, Ihnen zu erzählen, warum die Lebensmitte zu meiner beruflichen Leidenschaft geworden ist und weshalb gerade diese Lebensphase so viele Möglichkeiten für Neuorientierung und persönliche Veränderung bietet.

Wer meine Website besucht, erkennt schnell, dass die Lebensmitte im Mittelpunkt meiner Arbeit steht. Viele fragen mich, warum genau diese Phase mein Wegweiser wurde. Die Antwort ist einfach, denn auch mich haben die Sinnfragen und Umbrüche der Midlife-Phase auf allen Ebenen eingeholt. Und trotz aller Herausforderungen hat mich genau diese Zeit zu der Person gemacht, die ich heute bin.

Was „Lebensmitte“ wirklich bedeutet: Definition und Bedeutung.

Mit „Lebensmitte“ ist keinesfalls ein exakter Zeitpunkt oder ein bestimmtes Alter gemeint, sondern eine Lebensphase, in der viele Menschen beginnen, ihr bisheriges Leben bewusster zu betrachten. Oft fällt diese Phase im Leben zwischen Mitte 30 und Mitte 50, manchmal früher, manchmal später, das ist sehr individuell. In dieser Zeit tauchen Fragen auf wie: Bin ich zufrieden mit meinem Leben? Was brauche ich wirklich? Was möchte ich verändern? Die Lebensmitte ein natürlicher Abschnitt des Erwachsenwerdens, ein Übergang, der Unsicherheit oder aber auch eine persönliche Krise auslösen kann. Gleichzeitig bietet dieser Abschnitt auch Raum für neue Perspektiven, persönliches Wachstum, Neuausrichtung und innere Klarheit.

Meine persönliche Geschichte zur Lebensmitte

Bei mir begann die große Sinnfrage mit 35 Jahren. Meine innere Stimme wurde immer lauter. Ich fragte mich zunehmend, ob mein Job mich wirklich erfüllt. Und gleichzeitig wurde es immer schwieriger, dieser Antwort auszuweichen. Deshalb möchte ich Sie mitnehmen auf eine kleine Reise in meine Vergangenheit, damit Sie besser nachvollziehen können, wie es zu meiner beruflichen Neuausrichtung gekommen ist.

Ein Ausbildungsweg, der nicht meiner war

Mein Ausbildungsweg war familiär vorgegeben. Ich wurde sowohl fürs Gymnasium als auch für die weiterführende Schule (HBLA, oder auch Knödelakademie genannt) angemeldet, ohne irgendein Mitspracherecht gehabt zu haben. Beide Eltern waren im Gastgewerbe tätig, genauso wie Generationen davor. Der Weg schien also klar.

Zum Glück hatte ich nach meinem Abschluss nicht nur eine Ausbildung fürs Gastgewerbe, sondern auch eine Ausbildung als Bürokraft abgeschlossen. Also entschied ich mich für ein Büro, denn ins Gastgewerbe wollte ich keinesfalls. Vielleicht lag das daran, dass ich oft mithelfen musste, sobald ich alt genug war, und das hat mir selten Freude gemacht.

Ich hadere schon sehr lange nicht mehr damit, denn ich habe in der Schule kochen gelernt, kann noch immer 3 Teller problemlos tragen und beherrsche das 10-Finger-System perfekt (damals noch oder schon auf einer elektrischen Schreibmaschine).

20 Jahre funktioniert – aber nicht erfüllt: Mein innerer Konflikt

Ziemlich genau an meinem 18. Lebensjahr war ich mit der Schule fertig und habe im nächstbesten Büro angefangen zu arbeiten. Die nächsten, es waren ungefähr 20 Jahre, habe ich mich mehr oder weniger „durchgewurschtelt“. Ich wechselte oft den Job, weil mir die Arbeit nach der anfänglichen Euphorie immer weniger Freude und, wie ich heute weiß, auch keinen Sinn mehr gegeben hat. Obwohl ich bei namhaften Firmen gearbeitet habe, kam irgendwann immer die Frage: Was mache ich hier eigentlich?

Damals konnte ich noch nicht erkennen, was das eigentliche Problem war.

Lebenskrise mit 35: Der Moment, in dem alles stillstand

Mit 35 ereilte mich eine Lebenskrise, die mich bis ins Mark erschütterte. Psychisch ging es mir sehr, sehr schlecht. Ich hatte das Gefühl, mein Leben fällt auseinander. Mein Alltag war schwer zu bewältigen, alles fühlte sich mühsam an, und plötzlich machte nichts mehr Sinn. Ich wusste damals nicht, was mit mir los war.

Mein Glück war, dass ich eine wunderbare Freundin hatte, die mich an der Hand genommen und diesen Weg mit mir gegangen ist. Dafür bin ich ihr heute noch unendlich dankbar.

Als ich langsam wieder den Kopf über Wasser bekam, wusste ich, so will und kann ich nicht weitermachen.

Mein Wendepunkt – mein Weg zur Psychosozialen Beraterin

Ich erinnerte mich daran, dass ich Jahre zuvor schon einmal darüber nachgedacht habe, die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin (Psychosoziale Beratung) zu machen, dieses Vorhaben aber aus einem Grund, den ich heute nicht mehr weiß, wieder verworfen hatte.

Da ich zu dieser Zeit arbeitssuchend war, meldete ich mich beim AMS (Arbeitsmarktservice) zu einem Beratungsangebot für Frauen an. In den Einzelgesprächen arbeitete ich an meinen Perspektiven und Möglichkeiten. Als ich meiner Beraterin von meinem Ausbildungswunsch erzählte, veränderte das alles. Gemeinsam überlegten wir, wie ich diesen Weg umsetzen kann.

Noch eine großartige Frau und Beraterin in meinem Leben, der ich ewig dankbar sein werde. Wir sind heute noch in Kontakt. Wir haben uns nach Jahren wiedergetroffen und sind heute sowohl beruflich als auch privat miteinander verbunden.

Neue berufliche Wege mit Kindern, Job und Haushalt – ein Mammutprojekt

Ich bewarb mich an der Universität für Weiterbildung Krems für den berufsbegleitenden Lehrgang „Psychosoziale Beratung“ und wurde auch aufgenommen. Ich war glücklich, stolz und aufgeregt. Damals ahnte ich nicht, welche Herausforderungen auf mich zukommen werden.

Ich hatte zu dieser Zeit folgende Hüte auf:

  • Mama von zwei Kindern

  • Alleinerziehend

  • Teilzeitjob

  • Haushalt

  • und ein berufsbegleitendes Studium als Sahnehäubchen obendrauf.

Warum die Lebensmitte mein beruflicher Schwerpunkt wurde

Es dauerte nach meiner Ausbildung zur Psychosozialen Beraterin noch eine Weile, bis mir bewusst wurde, wo mein beruflicher Schwerpunkt liegen sollte.

Dass Entwicklung und Wachstum nicht an ein bestimmtes Alter gebunden sind, zeigt sich auch an Menschen, die im hohen Alter Außergewöhnliches vollbracht haben.

  • Georg Friedrich Händel komponierte seinen „Messias“ mit 57 Jahren.

  • Johann Wolfgang von Goethe beendete „Faust II“ im Alter von 83 Jahren.

  • Anna Mary Robertson Moses, besser bekannt als „Grandma Moses“, die erst mit fast 80 Jahren zu malen begann und später zu einer der berühmtesten amerikanischen Künstlerinnen wurde.

  • Rita Levi-Montalcinin war Neurowissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin. Sie ging noch mit 100 Jahren in ihr Labor in Rom.

  • Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer war bei seiner ersten Angelobung 65 Jahre alt.

Die Lebensmitte: Mehr als „die Hälfte ist vorbei“

Mit dem Begriff „Lebensmitte“ habe ich selbst gehadert. Denn viele denken zuerst an:

  • „Die Hälfte ist vorbei“

  • lauter werdende Gedanken an verpasste Chancen

  • größer werdende Kinder, die einen weniger brauchen

  • Singles, die sich fragen, ob noch eine Beziehung kommt

  • Erkrankungen im persönlichen Umfeld

  • das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit

Die Liste ist endlos.

Aber, wie eine gute Freundin von mir immer sagt: „und dann gibt es noch andere Möglichkeiten“.

Meine Aufgabe: Menschen in der Lebensmitte begleiten

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht,

  • diese Möglichkeiten für meine Klientinnen und Klienten sichtbar zu machen

  • Sie zu begleiten, ihren eigenen Weg zu entdecken

  • den Mut zur Neuorientierung in der Lebensmitte zu stärken

Was die Wissenschaft über die Lebensmitte heute weiß

Noch vor nicht allzu langer Zeit nahm die Wissenschaft an, dass das Leben ab 40 bergab geht. Heute weiß man, die Lebensmitte ist eine Phase der Neuorientierung und ein natürlicher Umbruch im Lebenslauf.

Auch das Thema Midlife-Crisis wird immer wieder diskutiert. Die Psychologin Pasqualina PerrigChellio beschreibt die Lebensmitte nicht als Krise, sondern als Chance zur inneren Vervollkommnung. Sie betont, dass gerade in dieser Phase eine tiefere Verbindung zur eigenen Persönlichkeit entstehen kann, wenn wir bereit sind, hinzuschauen und uns weiterzuentwickeln.

Viele Menschen stellen sich in dieser Zeit Fragen wie,

  • Was ist aus meinen Träumen geworden?

  • Wie möchte ich meine nächsten Jahrzehnte gestalten?

  • Was macht mein Leben sinnvoll?

Die Lebensmitte kann ein Geschenk sein und ganz neue Blickwinkel eröffnen, und gleichzeitig gehen einem viele wichtige und manchmal schwere Fragen im Kopf herum.

Ich habe mir damals Unterstützung geholt und kann nur jedem empfehlen, das auch zu tun. Man muss diesen Weg nicht allein gehen. Oft hilft ein Blick von außen enorm, um Klarheit zu gewinnen.

Gedankenimpulse zur Lebensmitte: Drei Fragen, die weiterhelfen

Ich hoffe mein Beitrag zu diesem Thema hat sie berührt.

Zum Innehalten möchte ich Ihnen 3 Gedankenimpulse mitgeben, die Sie dabei unterstützen sollen, Ihre aktuelle Lebenssituation bewusster zu betrachten und vielleicht neue Perspektiven zu entdecken.

  • Was in meinem Leben fühlt sich nach „ich muss“ an, und was nach „ich möchte“?

  • Welche eine kleine Veränderung würde meinen Alltag leichter oder stimmiger machen?

  • Was wäre möglich, wenn ich mir selbst erlaube, neugierig auf meinen eigenen Weg zu sein?

Wenn Sie Ihren Weg weitergehen möchten

Wenn Sie sich in Ihrer Lebensmitte gerade neu orientieren, Fragen im Kopf haben oder sich eine Begleitung wünschen, melden Sie sich gerne bei mir. Gemeinsam finden wir heraus, welche Möglichkeiten in Ihrem Leben sichtbar werden wollen.

Auf meiner Website können Sie sich mit meinem Angebot und meinen Mehtoden vertraut machen. Schauen Sie gern vorbei.

Lesetipps zur Lebensmitte

  • Die Zeitschrift GEO WISSEN hat diesem Thema eine eigene Ausgabe gewidmet. Prädikat, sehr empfehlenswert.

    Am Ende dieser Ausgabe gibt es einen Test zum Thema „Was gibt meinem Leben 
Sinn? Er ist ein Auszug aus dem umfangreichen „LeBe – Der Fragebogen zu Lebensbedeutung und Lebenssinn“, der in der Forschung und in Praxis eingesetzt wird.

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  • Buchtipp Own Your Age, die Psychologie der Lebensübergänge nutzen
    Autorin: Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Psychologin

    Wovon hängt es ab, dass die zweite Lebenshälfte eine spannende und beglückende Zeit wird, oder eben nicht. Das Buch zeigt, was wir für das Glück in der zweiten Lebenshälfte brauchen und welche Chancen und Herausforderung auf uns zukommen.

    Ihr erster Satz im Buch lautet: „Dieses Buch handelt von den besten Jahren des Lebens“.

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  • Und trotzdem ja zum Leben sagen
    Autor: Viktor Frankl, Psychoanalytiker und Überlebender des Konzentrationslagers

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